René Liball

Achtung! Der folgende Text ist provokant und könnte dein eigenes Weltbild in Frage stellen. Weiterlesen auf eigene Gefahr.

Ich bin immer schon meinen Leidenschaften gefolgt und meinen eigenen Weg gegangen. Das Gefühl nicht zu wissen, was ich beruflich machen möchte, weil es nichts gibt das mich wirklich interessiert, kenne ich gar nicht. Mit 12 Jahren wusste ich beispielsweise, dass ich einmal hauptberuflich DJ werden möchte und genau das habe ich nach der Matura auch erfolgreich durchgezogen. Ich habe so viele Interessen und Ideen für Projekte, dass ich mich immer wieder zentrieren muss, um nicht zu viel auf einmal zu machen.

Im Jahr 2007 habe ich die Matura in der HAK Waidhofen an der Thaya absolviert und kurz vor der Matura ein Coaching bei Karin Hauer besucht. Dieses Coaching war sehr hilfreich für mich, um mir meine Stärken und Leidenschaften bewusst zu machen und daraus meine Träume zu verwirklichen. Mir war schon immer zu 100% klar, dass ich keinen 0815 Weg mit einem ganz normalen Job, Haus, Auto und Familie gehen möchte. Wenn das jemand mit voller Überzeugung aus dem Herzen möchte, ist das ja voll ok. Ich bin überzeugt davon, dass die meisten Menschen sich von ihrer Angst lähmen lassen und deshalb lieber einen „sicheren“ Weg gehen anstatt mit der eigenen Passion versuchen ihre Träume zu verwirklichen. Wie sicher „sichere“ Jobs sind, sieht man ja jetzt während Corona sehr gut. Sicherheit existiert nicht, das ist eine Illusion.

Mut kann man lernen

Jeder Mensch auf der Welt hat Angst, wer etwas anderes behauptet lügt. Wenn ich Angst empfinde, dann habe ich genau 2 Möglichkeiten. Entweder ich lasse mich von der Angst lähmen und wähle einen scheinbar „sicheren“ Weg, der von gesellschaftlichen Konventionen vorgeschrieben ist, oder ich höre auf mein Herz und gehe meinen eigenen Weg und nehme die Angst einfach mit, als guten Berater, der mich wachsam sein lässt.

Ausprobieren und experimentieren

Es ist völlig ok eine Zeit lang einfach fast gar keinen Plan oder eine Vorstellung davon zu haben, wie man sein ganzes Leben gestalten will. Unsere Welt ist so herrlich bunt und voller unendlicher Möglichkeiten. Wie soll also jede/r 18-jährige ganz genau wissen, was er oder sie möchte? Ich hatte seit der Matura mehrere Jobs: DJ, Freizeitpädagoge, Tennistrainer, Manager und kreativer Geist in einer Werbeagentur, Tennisturnier Veranstalter, Moderator und Kindersitter.

Ich erinnere mich an einen Tag, wo ich mir überlegt habe wohin die Reise genau gehen soll und hatte 50 Post It´s mit Projektideen vor mir liegen: Gedichte schreiben, Blogger, Talk Show Moderator, Songwriter, Drehbuchautor, Kabarettist, Koch, Lehrer und noch vieles mehr. Ja da kann man schon mal Kopfweh bekommen, doch wenn man in sich hinein fühlt und auf sein Herz hört, dann weiß man relativ schnell was man wirklich will. Hier hilft mir immer die Frage: „Will ich das wirklich die nächsten Jahre intensiv betreiben?“

Aktuell bin ich Improtheater Schauspieler wie auch Trainer, Tennis Live Kommentator und DJ. Dieses Jahr werde ich noch mit der Ausbildung zum Profiler und Kriminalpsychologen beginnen, was eine perfekte Ergänzung zu meinem Psychologie Studium ist.

Erfolg ist kein chronischer Zustand – Scheitere dich nach oben

„Der Meister ist öfter gescheitert, als der Verlierer es jemals probiert hat“

Manchmal gewinnst du und manchmal lernst du. Ein großer Irrglaube ist, dass erfolgreiche Menschen immer erfolgreich sind. Genau dieses Bild wird uns in den sozialen Medien, wie Facebook und Instagram, präsentiert, doch es ist nicht die Realität. Wenn ein kleines Kind bei den ersten Gehversuchen ein paarmal hinfällt, wir es auch nicht zu seinen Eltern gehen und sagen: „Das mit dem Gehen ist nichts für mich, ich höre auf.“ Das Kind probiert es so lange aus, bis es gehen kann, es scheitert sich nach oben. Bei jedem einzelnen Schritt lernt es etwas dazu. Wenn wir im Leben also ein paarmal scheitern, geben wir oft aus Verzweiflung auf. Die Wahrheit ist jedoch, je öfter man scheitert, desto näher ist man an seinem Ziel.

Wer keine Feinde hat, hat keinen Charakter

Willst du „everybody´s darling“ sein oder deinen eigenen Weg gehen? Egal was du tust, es wird immer Leute geben, die es schlecht finden. Du musst lernen das zu akzeptieren. Umgib dich mit Menschen, die dich so lieben wie du bist, mit all deinen Stärken und Schwächen.

Lerne deine Eltern zu enttäuschen

Wer seine Eltern stolz machen will, läuft Gefahr sich selbst zu verlieren. Wenn deine Eltern so liberal sind und dich dabei unterstützen dein eigenes Leben zu leben dann hast du den Jackpot. Wenn sie jedoch versuchen dir ihr eigenes Weltbild über zu stülpen und nur dann auf dich stolz sind, wenn du ihre Erwartungen erfüllst, dann sollten alle Alarmglocken bei dir läuten. Diese Hürde ist zugegebenermaßen die schwierigste, denn die eigene Familie kann man sich nicht aussuchen, man muss nur einen Weg finden damit umzugehen.

Klarheit und Träume verwirklichen

Irgendwann nach viel Selbstreflexion und experimentieren, wird der Zeitpunkt kommen, an dem du ziemlich genau weißt, was du willst. Was hält dich jetzt noch auf? Hier empfehle ich einen konstruktiven Plan zur Verwirklichung deiner Träume zu machen und sich der Hürden, die man überwinden muss, bewusst zu sein. Diese sind: Negative Glaubenssätze, Angst vorm Loslassen, Angst vorm Scheitern, Angst vor Erfolg und Angst vor Eigenverantwortung.

Was sind deine größten Träume?

Es gibt Dinge, die man gerne macht, aber vielleicht nicht so gut kann. Ich wäre gerne Tennis Profi geworden, dazu fehlt mir aber wahrscheinlich das Talent. Deshalb spiele ich hobbymäßig. Es gibt Dinge, die man gut kann, aber nicht gerne macht. Ich wäre sicher einer super Apre Ski DJ, aber das wäre das letzte in meinem Leben, das ich machen würde, das kann nicht einmal Geld bezahlen. Die Kunst ist es also, zu erkennen, was man gerne macht und auch gut kann. Genau daraus kombiniere deine Stärken und Leidenschaften und gestalte daraus ein Projekt, mit dem du deinen großen Traum verwirklichen kannst

Hierfür kannst du folgende, konstruktive Methode von Walt Disney verwenden. Drei Anteil in dir sind hier relevant:

Traum – Kritiker – Realist

Wenn du einen Traum denkst oder sprichst, werden innerlich kritische Stimme laut: Das geht nicht. Das kannst du nicht. Du bist noch nicht so weit. Das ist doch größenwahnsinnig. Was werden die Leute denken? Und so weiter.

Viele Menschen lassen sich vom inneren Kritiker aufhalten und vergessen vollkommen auf den Realisten. Der Realist hört sich die „Probleme“ des Kritikers an und überprüft, ob diese wirklich wahr sind und findet Lösungen.

Beispiel:

Traum: Ich möchte Schauspieler/in werden.

Kritiker: Das ist ein Blödsinn, davon kann man doch nicht leben.

Realist: Doch kann man, ich wäre nicht der erste erfolgreiche Schauspieler auf der Welt, es gibt viele Menschen, die das geschafft haben.

Kritiker: Ja, aber es gibt ganz wenige die es wirklich schaffen.

Realist: Wenn ich mich richtig ins Zeug lege, kann ich es schaffen. Wer kämpft kann gewinnen, wer nicht kämpft hat schon verloren.


Diese Übung schafft innere Klarheit und Ruhe, denn sonst kämpfen diese Anteile in einem ständig weiter.

Sei wild und verliebe dich in Unsicherheiten

Das allerwichtigste, wenn man seinen eigenen Weg geht ist die Akzeptanz von allen negativen Dingen, die einem begegnen werden. Ja, du wirst Angst haben. Ja, du wirst immer wieder scheitern und daraus lernen. Ja, es wird Menschen geben, auch in deinem näheren Umfeld, die dir das nicht gönnen, schlecht über dich sprechen oder neidisch sind. Im Leben ist nie alles nur Sonnenschein, also geh hinaus in den Dschungel des Lebens und lebe!